Bronchiale Hyperreaktivität
Definition
Bei der bronchialen Hyperreaktivität handelt es sich um eine Überempfindlichkeit der Bronchien gegenüber einem Reiz.
Häufigkeit
Die bronchiale Hyperreaktivität ist bei rund 20% der Bevölkerung nachweisbar.
Provokation
Die Hyperreaktivität lässt sich durch Inhalation von Reizsubstanzen, z. B. medikamentös mit Methacholin, Mannitol, Histamin oder bei Belastungen wie dem Renntest (über die Auskühlung der Bronchien beim Rennen, vor allem bei Kindern) oder durch Kaltluftprovokation nachweisen.
Häufig ist die Hyperreaktivität auch erstmalig manifest nach Infekten der unteren Luftwege, wobei dann ein chronsicher Husten peristieren kann, obwohl der Infekt abgeheilt ist, diese Form wird als postinfektiöse bronchiale hyperreaktivität bezeichnet.
Vorkommen
Bei den meisten Asthmatikern lässt sich eine unspezifische bronchiale Hyperreaktivität (allgemeine Atemwegsüberempfindlichkeit gegen Reize) nachweisen und ist ein Mosaikstein für die Diagnose Asthma bronchiale.